Über mich
Hunde haben mich mein ganzes Leben lang begleitet: privat seit meiner Kindheit und später auch beruflich im Tierheim. Auf dieser Seite nehme ich dich mit auf meinen Weg.

Mein Weg
Ich bin mit Hunden aufgewachsen und habe seit ich denken kann eine enge Verbindung zu ihnen.
Seit 2013 arbeite ich im Tierheim Bayreuth, seit 2021 als stellvertretende Tierheimleitung. Mit der zunehmenden Zahl verhaltensauffälliger Hunde, habe ich mein Wissen hierzu in vielen Fortbildungen erweitert. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, Verständnis für sie und ihre teils schwierige Vergangenheit zu schaffen, ihnen mehr Lebensqualität zu ermöglichen und an ihren Problemen zu arbeiten.
2010 adoptierte ich meine erste eigene Hündin, Naila. Sie war der perfekte Familienhund: gelehrig, freundlich zu allem und jedem und stets an mir orientiert – sie machte mir den Einstieg also sehr leicht. Zwei Jahre später zog Siena ein, eine ängstliche Hündin, die fremde Hunde nicht besonders mochte. Durch sie musste ich vieles neu denken und habe unheimlich viel über Hundeverhalten und Kommunikation gelernt. 2022 wurde Tula Teil unserer Familie. Sie ist Fremden gegenüber unsicher, hat Jagdtrieb und eine kleine Portion liebenswerte Verrücktheit - eine besondere Mischung, die mich täglich herausfordert und bereichert. Zwei Jahre später kam Taio dazu - ein sehr anstrengender Hund. Er ist stressanfällig, reizsensibel und durchaus in der Lage gefährlich zu werden, wenn man ihn nicht aus der Verantwortung nimmt. Er zeigt mir jeden Tag, wie wichtig klare Führung und ein durchdachtes Trainingskonzept sind. Jeder meiner Hunde ist oder war einzigartig. Jeder brauchte etwas anderes und jeder hat mir neue Sichtweisen eröffnet. Sie alle haben mich geprägt – als Mensch und als Trainerin.
Neben meinen eigenen Hunden haben mich auch die vielen Tierheimhunde beeinflusst, mit denen ich in über 10 Jahren zu tun hatte. Ich habe Hunde mit verschiedensten Charakteren, Hintergründen und Bewältigungsstrategien kennengelernt und konnte dennoch mit allen einen gemeinsamen Weg finden.
Das Wichtigste, das ich gelernt habe:
Kein Hund gleicht einem anderen – genauso wenig wie sein Mensch. Deshalb ist individuelles Training so wichtig..
Meine Begleiter

Naila
Meine erste eigene Hündin kam 2010 über einen Tierschutzverein aus Ungarn zu mir. Naila war anfangs wahnsinnig unsicher, entwickelte sich aber schnell zu einem unvorstellbar tollen Begleiter. Sie hatte ihren Fokus immer bei mir, konnte überall ohne Leine laufen, war mit jedem Hund verträglich und lernte alles, was man ihr beibrachte mühelos. Sie war ein perfekter Hund und mit ihr vertiefte sich nicht nur meine Liebe für Hunde, sondern auch mein professionelles Interesse an ihnen startete mit Naila.

Siena
2012 kam Siena aus Rumänien zu mir. Ein Häufchen Elend, das vor Angst nicht laufen wollte und auch noch eine kaputte Hüfte mitbrachte. Nach und nach baute sie Vertrauen auf und in ihren späteren Jahren war nur noch wenig dieser großen Unsicherheit bemerkbar. Sie hatte, nachdem sie von einem freilaufenden Hund gebissen wurde, mit vielen Hunden ein Problem, war aber die beste Welpenerzieherin für unsere jungen Pflegehunde, die man sich nur vorstellen kann. Sie war äußerst klar in ihrer Kommunikation und ich konnte unheimlich viel über Körpersprache von ihr lernen.

Tula
2022 komplettierte ein wildes Hundekind aus der Ukraine namens Tula unsere Familie. Sie war leider schwer erkrankt und hätte es fast nicht überlebt. Ganz schnell hat sie sich bei uns eingefügt und wurde die beste vierbeinige Freundin meines Sohnes. Leider war sie in ihrem ersten Lebensjahr oft krank, durfte nicht toben oder frei laufen. Keine optimale Entwicklung für einen Wirbelwind und so haben sich dann auch einige Unarten entwickelt. Dennoch hat Tula ein wunderbares Wesen und eine tolle Entwicklung gemacht.

Taio
Im Jahr 2024 kam über eine Wegnahme der Polizei nach einem Beißvorfall ein Malinois ins Tierheim. Taio war wütend, frustriert, griff jeden an, war durch und durch destruktiv. Dennoch hatten wir sehr schnell eine Verbindung. Wir arbeiteten an seinen Problemen, machten Fortschritte und viele Rückschritte. Ich hatte anfangs nicht daran geglaubt, diesen Hund behalten zu können, auch wenn ich es vielleicht ein bisschen gehofft habe. Doch die Kombination mit Kind und anderen Hunden war wahrlich nicht die beste. Ich fing an, ihn immer mal mit nach Hause zu nehmen, damit er dem Stress des Tierheims etwas entfliehen und zur Ruhe kommen konnte - anfangs unter großen Sicherheitsvorkehrungen. Doch mit der Zeit fühlte sich das Zusammensein im Haus an, als wäre er schon immer da gewesen und so durfte er bleiben. Taio wird nie ein „normaler“ Hund sein, aber das muss er auch nicht.